36 Grad und es wird immer heißer …

Und damit beginnt der Bericht vom Stadtfest 2026 schwäbisch-bruddelig: „So granadamäßig hoiß hets et sei miasa.“ Aber der Reihe nach. Dass die Organisation dieses Mal anders laufen würde, war kurz nach der verregneten Edition 2024 klar, denn der langjährige GO Achim Schilling regte an, die Organisation an ein Team zu übergeben, das sich im Oktober letzten Jahres zusammenfand. Dieses Team setzte sich zum Ziel, ein attraktives Angebot zu erstellen und dabei den Aufwand zu reduzieren. Diesen Bemühungen fielen DJ und Cocktail-/ Longdrinkbar auf der Insel im Teich zum Opfer und auf der Speisekarte ersetzten Hotdogs die aufwändigen Hamburger. Ansonsten wollten wir Bewährtes nicht zu stark verändern. Ab Pfingsten füllten sich die Listen, in die sich die Helfer eintrugen auf wundersame Weise ratz-fatz. Alle, die vorher Bedenken hatten, ob wir das alles schaffen können, verstummten und dieses Gefühl: „Wir kriegen das zusammen hin und haben Spaß dabei“, war das Bestimmende an den heißen Tagen.

Die begannen am Freitagmorgen mit dem Aufbau der Pavillons, der neu konzipierten, hochmodularen Verkaufstheke und dem Aufstellen von Hot-Dog-Stand, Küche und Zapfe. Am Nachmittag fanden wir alle, dass unser Stand praktisch und außerordentlich hübsch geworden war. Die Bootle schwammen im Rathausteich und lockten viele kleine und weniger kleine Nachwuchspaddler:Innen an, optimal betreut durch die Mitglieder der Jugendgruppe „Paddle People“. Sehr gerne haben wir am Freitag die Vereinsfamilie des CVJM-Reutlingen bewirtet und beschallt. Schön, dass Ihr zum Feiern da gewesen seid! Wir hätten Kapazität für mehr Gäste gehabt, aber das warme Wetter gepaart mit Gewittergefahr entpuppte sich als Spaßbremse. 

Und die blieb leider auch am Samstag angezogen. Die Innenstadt war hitzebedingt leerer als bei bisherigen Stadtfesten. Hunger und Bierdurst entwickelten sich bei diesem Klima wenig.  Aber trotz unerfüllter Umsatzerwartung und reichlich Müdigkeit nach dem Aufräumsonntag sind die Orgas überzeugt, dass es sich gelohnt hat. Insbesondere das Gruppenerlebnis, wenn 36 Stunden lang die Gegend von blauen Kajak-T-Shirts wimmelt, immer gutgelaunte Menschen um einen rum sind, die Mithilfe anbieten, eine Extraschicht im Teich einlegen, … , sorgt für enge Bindung, anhaltenden Stolz und mega positive Vibes. Außerdem können wir unseren CVJM in der Öffentlichkeit präsentieren; mit einem phantastischen Film von Paul für den Kajakkurs und in zwei Jahren hoffentlich für weitere Angebote werben. Daher ist – wie immer – nach dem Stadtfest vor dem Stadtfest. 

Unser großer Dank geht zuallererst an Familie Sommer, die uns logistisch, mit Gastroexpertise und viel Equipment aus der Sommerlaube sehr unterstützt. Ohne diese Hilfe, wäre Vieles kaum möglich. Ein herzliches „Vergelts Gott“ an alle Gruppen- und Vereinsmitglieder, die an den beiden Tagen dieser Veranstaltung eine sehr hohe Priorität eingeräumt haben, am Stand geholfen oder großzügig konsumiert haben. Und als letztes bedanken wir uns ganz herzlich bei der Volksbank Reutlingen. Die Bank hat der Kanugruppe bei der Anschaffung eines neuen Bootes, ausgestellt auf dem Stadtfest, davor im Wildwassereinsatz auf der Soca und die nächsten Jahre sicher regelmäßig auf dem Kurs und bei den Ausfahrten am Start, finanziell mächtig unter die Arme gegriffen. Dass wir uns am Stadtfest persönlich beim Regionaldirektor Herrn Holger Hummel bedanken konnten, war phantastisch. 

Bericht Andreas Krämer