Das Märchen vom Maskenball in Lofer

Es waren einmal zwei motivierte GOs, die im Jahr 2020 keine Pfingstfreizeit anbieten konnten und sich somit auf das Jahr 2021 vertrösten mussten. Doch der Start ins Jahr brachte die dritte Corona Welle und es schien unmöglich zu sein, die Pfingstfreizeit Lofer+Soca stattfinden zu lassen. Fest entschlossen war den GOs klar, dass wenn auch nur ein Funken Hoffnung besteht und es möglich ist, eine Freizeit durchzuführen, machen sie es. Die Nachfrage war groß, viele motivierte Paddler*innen und Wanderer*innen meldeten sich an und sagten: „Fünf Tage Quarantäne nehmen wir in gerne in Kauf, Hauptsache Gruppe, Hauptsache Spaß, Hauptsache Paddeln, Wandern und Berge“. Die guten Nachrichten hörten nicht auf und wir durften ohne Quarantäne nach Österreich einreisen und auch nach Deutschland zurückkehren. Kein Problem, die GOs sind fest entschlossen, es sollen zwölf Tage Lofer werden. Die Anmeldungen wuchsen rasant, sodass es schnell über zwanzig motivierte Teilnehmer*innen wurden. 

Nun schreibt der Kalender Samstag, den 22 Mai. Er beginnt mit einem gemeinsamen Treff zum Selbsttesten, das neuste Hobby der Gruppe. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Mutter unserer Jungpaddler Lukas und Dani, die viele unserer Teilnehmer getestet hat. Das Ergebnis war durchweg negativ und die Vorfreude umso positiver. Nun begann der Maskenball beim Boote Laden, mit Abstand oder in Kleingruppen, und danach konnte es losgehen. Am Campingplatz Grubenhof angekommen, wurde uns eine sehr großzügige Wiese bereitgestellt. Am Anfang war es sehr ungewohnt, aber auch sehr vermisst, viele Leute um sich zu haben. Die Gruppe war erstaunt vom schönen Wetter und der Bereitschaft des gegenseitigen Helfens beim Zelte aufbauen. Wenn es auch mehr Kino mit Kommentaren der Zuschauer war. Aber die Gruppe hält zusammen und hilft sich gegenseitig. Am Sonntagabend war es dann so weit: 22 Teilnehmer*innen gleichzeitig auf der Freizeit mit nur einem Ziel – endlich wieder raus in die Natur, endlich wieder Paddeln, Wandern und Klettern. 

So wie es an Pfingsten üblich ist, einer oder eine hat immer Geburtstag, dieses Mal war es unsere liebe Noemi. Vielen Dank, dass du deinen Tag auf der Freizeit mit uns gefeiert hast.
Das Wetter war sehr durchwachsen, doch besser als erwartet. Die Schneefallgrenze sank hier und da über Nacht sehr tief. Die einen freuts, die anderen hatten Angst zu erfrieren. Die Gruppe war hoch motiviert und paddelte meistens zwei Flussabschnitte an einem Tag. Gepaddelt voller Freude wurden die Saalach Strubbach, Salza und Lammer. Gleichzeitig wurden viele Wanderrouten gegangen und Berggipfel erklommen, Klettersteige und -wände erobert und im türkisfarbenen, aber kalten Pillersee geschwommen. 

Die Nächte waren kalt und in den ersten Tagen wurde gerätselt, wer denn immer das Müsli klaut?? Nach ein paar Tagen schweren Verlusts und ohne große Spuren zu hinterlassen, wurden sie erwischt, der Meisterdieb Fuchs und die hungrigen Krähen. Ein Fuchs, der sich kaum traute, auch in die Busse zu schauen und nach Essen zu suchen, wurde gegen Ende mit leckeren Paketen belohnt, um keine falschen Sachen mehr zu nehmen. Die erste Woche neigt sich dem Ende zu, die Ersten sind leider schon wieder Heim, doch über ein gemeinsames Abendessen in der Campingplatz Pizzeria freute sich die Gruppe. Davor wurde die Saunalandschaft des Campingplatzes, natürlich nur mit negativem Test, gründlich ausprobiert.

Der Kalender schreibt nun Samstagmorgen, es herrscht große Aufbruchsstimmung. Leider verlässt uns heute und morgen ein großer Teil der Gruppe. Doch 7 Teilnehmer*innen blieben noch standhaft bis zum Donnerstag. Das Wetter wurde von Tag zu Tag schöner, die Pegel sanken, die Temperatur stieg. Einen Tag zu Besuch in Salzburg ließen wir uns nicht nehmen, ein fast normaler Tag in einer Stadt mit offenen Läden und gut besuchten Straßen war ein Bild, das wir so sehr vermissten. Dem einen war die Sonne doch zu warm und kämpfte bis zum Ende mit den Folgen.

Und wenn sie nicht heimgefahren sind, so Paddeln sie noch heute den Strubbach!!!!

Nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer für euer Vertrauen, dass es klappt, fürs Motivieren zum Planen, auch wenn es stressig war, wir möchten diese Freizeit nicht missen. Es war die Erste im Jahr, doch es soll nicht die Letzte werden! 

Vielen Herzlichen Dank für die Geschenke an die GOs Janik und Michi, wir freuen uns auf die Nächste Ausfahrten 😊