Bauwoche Erpfingen 2019 – mit besonderem Ereignis

Es war nicht wie jedes Jahr – nein, etwas war anders, ganz anders als sonst!

Deshalb sei mir an dieser Stelle auch gestattet, etwas mehr auszuholen als sonst. Wem sagt der Begriff „Wanderclub Immergrün“ oder kurz „WCI“ noch etwas? Sicherlich nur den Älteren unter uns. Es war eine illustre Gruppe um die Familien Gekeler, Hammer, Schaupp und Konsorten, die sich unter anderem mit ihren damals noch sehr kleinen Kindern in Erpfingen zu einer Art Familienfreizeit zusammen kamen. Ich denke, um diesen Zeitpunkt herum lagen auch die Anfänge der Hausmeistertätigkeit von Heiner Gekeler und Joachim Hammer. Keiner weiß das heute mehr so genau, nicht einmal die beiden selbst.

Zunächst überwiegte der Freizeitgedanke, doch mehr und mehr kam auch die Idee, kleinere Reparaturen und die Geländepflege während des Aufenthalts gleich mit zu übernehmen. Ich kann mich noch erinnern, als die Truppe einmal unsere ziemlich übel aussehenden Holzverkleidungen in den Zimmern von unzähligen Beschriftungen und mehr oder weniger künstlerischen Verewigungen der temporären Zimmerbewohner befreiten – alles, aber auch wirklich alles wurde abgeschliffen. 

So, wie die Kinder größer wurden, verkleinerte sich mit der Zeit die Teilnehmerzahl, neue Teilnehmer kamen hinzu, und es entstand die Bauwoche so, wie wir sie heute kennen. Ein kleiner fester Stamm mit immer wieder neuen Helfern, wenn auch manchmal nur für einen Tag.

Doch eine Bauwoche und ein Putztermin im Jahr sind für die Betreuung unserer Freizeitstätte bei weitem nicht ausreichend. Zwischen den Belegungen muss nach dem Rechten geschaut und das Haus für die nächste Gruppe wieder vorbereitet werden – sei es auch nur das Auffüllen der Toilettenpapier- und Handtuchspender oder aber, die in der Regel versehentlich, noch im Flur mit Putzwasser und Putzlappen herumstehenden Eimer zu beseitigen. Die letzten beinahe 40 Jahre haben dies Heiner Gekeler und Joachim Hammer für uns erledigt. Nahezu jede Woche waren die beiden in Erpfingen, um im Haus nach dem Rechten zu sehen, zu Mähen oder auch im Winter Schnee zu räumen. Anfangs oft von Hand mit bescheidenen Mitteln, in den letzten Jahren auch mit zunehmender Geräteunterstützung (ohne die es auch sonst einfach nicht mehr zu bewältigen ist). Erst seit die beiden im Ruhestand sind, fuhren sie tagsüber nach Erpfingen, davor Jahre lang in der Regel nach der Arbeit in den Abendstunden – Respekt!!!

Nun wurden die beiden leider auch nicht jünger. In den letzten Jahren kam immer wieder der Wunsch auf, Nachfolger für sie zu finden. Und nun war es so weit. Dienstags während der Bauwoche schaute unser Vorsitzende Oliver Lutz vorbei. Nicht etwa um den Erfolg oder Misserfolg der Arbeiten der laufenden Bauwoche zu beurteilen und auch nicht, um sich nur am Abend den Bauch mit leckerem Schnitzel und Pommes voll zu hauen – nein, sondern um unsere beiden langgedienten Hausmeister in den wohl verdienten Ruhestand zu verabschieden. Natürlich gab es die übliche Laudatio, aber auch für jeden einen üppigen Geschenkkorb mit leckeren Spezialitäten aus Südtirol. Lasst es euch schmecken! Oder ist gar schon alles weg? Wir wünschen Heiner und Joggl alles Gute und noch viel Gesundheit für ihre nächste „Lebensphase ohne Erpfingen“. 

Die Stammmannschaft der Bauwoche hofft natürlich insgeheim, dass sie auch nächstes Jahr trotz ihrer formalen Entlassung aus dem Amt bei der Bauwoche wieder (immer noch ) dabei sein werden.

Nachfolger für die beiden gibt es auch schon. Matthias Nicolaus und Achim Schilling erklärten sich bereit, den Job zu übernehmen, wenn auch mit Sicherheit nicht für die nächsten 40 Jahre. Einarbeitung und Übergabe sind schon seit geraumer Zeit erfolgt. 

Der Rest der Bauwoche stand völlig im Schatten der Verabschiedung. Es wurden die üblichen notwendigen Arbeiten durchgeführt und erste Planungen für den Austausch der Heizungsanlage in Angriff genommen. Hier stellt sich allerdings der gesetzlich geforderte Anteil an regenerativer Energie als ziemliche Heraufforderung dar, da unsere Freizeitstätte ziemlich „verschattet“ liegt und dadurch die Effizienz einer solchen Anlage vom Fachmann maximal auf ca. 30% geschätzt wird. Was dem Gesetzgeber allerdings wohl wieder egal ist, Hauptsache, die geforderte Fläche an Solarpanelen wird eingehalten.

Zu guter Letzt herzlichen Dank an alle diesjährigen Helfer die da waren:

Heiner Gekeler, Joachim Hammer, Matthias Nicolaus, Dirk Hanke mit Lea, Markus Fischer, Manuela und Hartmut Marder mit Hanna und Lena, Jule und Andreas Schaupp mit Ole, Alex und Leonie, Lasse Lauster, Petra und Martin Hepper mit Luis und Merlin, Angelika Stein, Andrea und Achim Schilling

Ich freue mich schon auf die Bauwoche 2020 und hoffe, den ein oder anderen wieder oder auch neu begrüßen zu dürfen.

Achim Schilling

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