Karlheinz Jetter, langjähriger CVJM Vorsitzender und Stellvertreter ist 90 geworden

Lieber Karlheinz, du hast ein langes Lebensalter erreicht, ähnlich wie unser damaliger Vorsitzender Erich Mak, genannt  (ERIMA). 

Ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem 90. Geburtstag, Gottes Segen und Geleit für die nächste Zeit. Wir hoffen auf ein gutes Erleben der Tage, die im Alter doch beschwerlicher werden. Alles Gute weiterhin. Dein CVJM Reutlingen  

Du warst 1952 im Mitarbeiterkreis der Jugend, der in den CVJM einwachsen sollte, der damals noch getrennt war vom Jungmännerwerk. Du warst dabei als im Oktober 1952 auf dem „Gütle“ die Wasserleitung angelegt und die Zaunumhüllung notwendig wurde. Im Oktober 1953 schlug Jugendleiter Baron vor, dort ein Vereinsheim zusammen mit dem Jungmännerwerk zu bauen. Vier Jahre sollte es dauern bis Richtfest gefeiert wurde. Und Karlheinz Jetter war der Planer, als schon fertiger Architekt. Seit diesem ersten ehrenamtlichen CVJM Auftrag sollten viele weitere folgen. Du bist schon 1958 in einen CVJM Ausschuss gewählt worden, als es darum ging, das ehemalige CVJM eigene Haus die „Sonne“ zu verkaufen (heute Kreuzungsort vor dem Tübinger Tor) und anstelle dessen am Weibermarkt, Ecke Metzgerstrasse ein CVJM Jugendhaus zu bekommen. Beim 100 jährigen CVJM Jubiläum am 14.07.1958 ist das Haus auf dem „Gütle“ außen fertig. Am 10.11.1958 wurdest du stellvertretender CVJM Vorsitzender. Im März 1960 gab es eine Fusion zwischen CVJM und Jungmännerwerk und Erick Mak wurde Vorsitzender und Karlheinz Jetter im Mai 1960 Stellvertreter Vorsitzender. Bereits Anfang 1962 steht im Rahmen der städtischen Neubaupläne auf dem Bloosbuckel die Frage des Verkaufs des „Gütles“ an. Neue Pläne galt es zu schmieden: Ein Gelände in Richtung Eningen genannt Spiegelwiese steht zur Diskussion. Und wieder sind deine Erfahrungen zur Planung notwendig, zur Gestaltung dieses Gelände gefragt z. B.: Notwendige Auffüllungen eines Geländeteils zusammen mit der Garten-Firma Mürdter. 

Im März 1960 ist von der CVJM Jugend eine Jugend-Tanzveranstaltung geplant, bekommt aber ein Veto. In all den Jahren ist Herbert Molinari Schriftführer. Ab Juni 1966 wurde Günther Digel diese Aufgabe übertragen. 1967 hat der CVJM die Ausbildung eines Praktikanten zum CVJM-Sekretär in die Wege geleitet.

Der erste Praktikant im CVJM Reutlingen war Dieter Jahn; weitere sollten folgen. Ende 1975 kam der ausgebildete Dieter Jahn als CVJM-Sekretär – in der Nachfolge von Paul Hof – wieder. 1968 hatte Paul Hof junge Afghanen zu einem entwicklungspolitischen Seminar eingeladen. Aus diesem Seminar ist die CVJM-Brot-für-die-Welt-Aktion entstanden, die noch bis heute durchgeführt wird und bei deren Eröffnungen Karlheinz Jetter fast immer dabei war.

Ein erster Umbau im Marchtaler Hof im Erd-und Obergeschoß war auf Anregung von Dieter Jahn unter der Planung von Karlheinz Jetter umgesetzt worden. Büro unten, Jugendräume oben.

Aus dem Geländeverkauf Herderstrasse sollte ein neues CVJM Freizeitheim geplant werden, aber wo? Außerdem sollte auch Geld zur Kostendeckung der Spiegelwiese verwendet werden. 1964 konnte ein Stück Land vor den Toren von Erpfingen gefunden und gekauft werden. Karlheinz Jetter wurde für dieses Gelände wieder mit den Planungen für ein Freizeitheim beauftragt. Aber die Genehmigung kam und kam nicht. 

Da wurden am 17.12.1968 der CVJM Vorstand, das Forstamt und die Gemeinde Erpfingen vom genehmigungsgebenden Landkreis-Mitarbeiter Herrn Müller zu einem Vororttermin eingeladen. Die Genehmigung wurde als erteilbar in Aussicht gestellt, sobald die Umplanung von Jetter vorliege. Dies bedeutete dann eine Drehung des Gebäudes um 180°. Im Juni 1969 war bereits die Baugrube fertig und das Haus konnte im September 1970 mit einem Fest eingeweiht werden. Das große Gelände ums Haus herum, ist ein Geschenk des Ehrenvorsitzenden Herrn Erich Mak gewesen. Die Gestaltung eines Hartplatzes übernahm ebenfalls Karlheinz Jetter.

In der Zeit von Februar 1971 bis März 1977, in der Heinz Sommer Vorsitzender war, war Karlheinz Jetter dessen Stellvertreter. 1973 ist der CVJM Krankenhausfunk gegründet worden, an deren Aufbau die Kinder von Karlheinz Jetter maßgeblich beteiligt waren und lange dort Mitarbeiter waren. Im Februar 1975 verabschiedet sich CVJM-Sekretär Paul Hof. 

Im Februar 1976 wird der CVJM umbenannt in CVJM (Christlicher Verein junger Menschen). Ab September 1977 ist Herbert Molinari wieder Schriftführer. Nach der Zeit unter Heinz Sommer war Karlheinz Jetter „nur“ Mitglied im CVJM Ausschuss. Bei Manfred Möller, der von 1977-1980 Vorsitzender war, war Günther Digel dessen Stellvertreter. Danach übernahm Karlheinz Jetter von 1980 -1988  den Vorsitz. 1985 feierte der CVJM 125 Jahre CVJM mit einer Ausstellung im Rathausfoyer und einer Veranstaltungsreihe für eine Woche. In den 1980-zigern sind einige wesentliche Weichen für die Zukunft des CVJM gestellt worden. Als erstes entwickelte Sekretär Ulrich Seeger 1982 die Grundlagen für das CVJM Zeltlager in Erpfingen, das bis heute noch sehr guten Zulauf erfährt. Auch der Kontakt zum CVJM Eichenkreuzsport wurde hergestellt. 

Im Jahre 1986 -1988 konnte der CVJM ein Streetworkerprojekt im Metzgerstrassen-Keller mit einer Sozialarbeiterin anbieten. Die dazu notwendigen Umbauarbeiten konnte wiederum Karlheinz Jetter planen und zur Realität führen. 1986 -1987 kommt der erneute Umbau der CVJM Kantine in Mehrzweckräume im Marchtalerhof ins Gespräch und wieder plante dieses Karlheinz Jetter z.B. mit dem Einbau eines Stahlträgers zur Gestaltung eines Jugendkaffes. In dieser Zeit hat der CVJM auch mit Familie Seeger einen Mittagstisch für Schüler aufgebaut. Es wurde der Aufbau einer Eichenkreuz Fußball Gruppe mit den Jugendlichen der Gruppe Bambinos der Auferstehungskirche umgesetzt. Das sollte zur Austragung der deutschen Eichenkreuzmeisterschaften Fußball in Reutlingen 1999 führen. Im Jahre 1989 beendet Karlheinz Jetter seine Aufgaben im CVJM Reutlingen. Günther Digel wird neuer CVJM Vorsitzender. Als Abschiedsgeschenk für Karlheinz Jetter wurde in der damals neu eröffneten Jugendherberge Balingen eine Wanderung als Osterwanderung angeboten mit über 30 Mitwanderern/innen. Die Osterwanderung ist zwischenzeitlich fester Bestanfteil des CVJM Jahresprogramms und feierte diese Jahr ihr 30 jähries Jubiläum. 1990 sollte ein Umbau und die Neustrukturierung des Freizeitheimes in Erfingen angedacht werden, dessen Planung und Durchführung übernimmt wieder Karlheinz Jetter. Größere Zimmer, neue Küche und Duschen. Garagen als Lager für die Materialien, neue Heizung. Da der finanzielle Aufwand dem Vorsitzenden damals zu groß erschienen, wurde in einer zweifachen Variante umgebaut, um dann in einem 2. Abschnitt 1995 die weiteren Veränderungen durchzuführen, wieder unter Karlheinz Jetters Planung. 

Lieber Karlheinz du hast deine ganze Kraft, Ideen, viel Arbeit und Sitzungszeit, vor allem was Baumaßnahmen angeht, in den CVJM gesteckt und hast wesentliche Inhalte unserer Arbeit mit angestoßen. 

Ganz herzlichen Dank für diesen großen Einsatz für den CVJM Reutlingen. Danke für alles.Günther Digel, Dieter Jahn, Uli Seeger

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