60 Jahre Brot für die Welt Eröffnungs-Gottesdienst

Am 1. Adventsonntag wurde in der Leonhardkirche in Stuttgart die Eröffnung der 60. Brot die Welt Sammlung mit einem Gottesdienst mit Bischof July und der Präsidentin von Brot für die Welt Frau Pfarrer Füllkrug-Weitzel gefeiert. Die Leonhardkirche war die erste Vesperkirche in Deutschland und der Ort, wo Brot für die Welt zum ersten Mal in die Welt gerufen wurde. Der Stuttgarter Jugendchor unter der Leitung von Jannick Federmann  mit 150 Jugendlichen zwischen 5 und 13 Jahren begleitete den Gottesdienst volltonal und phantastisch. Und der Posaunenchor vom ev. Posaunendienst begleitete mit fetzigen Melodien, spannungsreichen Passagen und exakten Übergangen( z.B. auch eine Komposition von Werner Nagel 1925).

Bischof July und Präsidentin Füllkrug-Weitzel moderierten den Gottesdienst und Bischof July hielt die Predigt zum Thema: „Wo finde ich Gerechtigkeit und Würde?“. Günther Digel hatte die Lesung der Seligpreisungen übernommen. In einem Interview wurde von Martin Siedler die jüngste Brot Botschafterin Frau Judith Bruchhaus (Theologiestudentin) gefragt, was man als  junge  Brot Botschafterin tun kann: nämlich in Studenten die Frage nach Gerechtigkeit sensibilisieren. Dieter Kaufmann vom Diakonischen Werk in Württemberg betonte, dass es bei Menschen immer zu Not kommen wird und daher unsere christliche Botschaft heißt: Not und Ungerechtigkeit aufzudecken und zu mildern, und dafür steht Brot für die Welt. Colin Gonzalves der alternative Nobelpreisträger und indische Menschenrechtsanwalt hat in 30 Jahren viele kleine Schritte unternehmen können. Besonders mit Hilfe von Brot für die Welt, wie z.B. Rechte für Menschen auf Nahrung und auf Land zu ermöglichen sind und vor allem das Recht auf Landbesitz erwirken zu können oder auch Anklagen gegen Regierungsbeamte durchsetztem zu können. Herr Colin Gonzalves nahm auch zur Predigt Stellung. Er animierte die Jugend, in fremde Länder zu reisen und mit den Menschen vor Ort mit zu arbeiten. Bischof July erinnerte daran, dass das Lukasevangelium uns die Schritte zum Frieden lenken will, dass es Barmherzigkeit, Licht und Erlösung, Gerechtigkeit und Würde für Menschen bringe. Dass das Dunkel hell werde. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble machte in einer kurzen Ansprache deutlich, dass alle Menschen Gerechtigkeit ersehnen. Aber auch dass Teilhabe an Wohlstand nicht nur hier sondern auch global gelten müsste. Er fragte, was die Aufgabe vom Staat sei und was von Brot für die Welt und wie sie sich ergänzen und befruchten könnten.

Da Herr Schäuble anwesend war, durften keine Taschen und Koffer der Mitwirkenden mehr in die Kirche gebracht werden, sondern wurden in einem Kombi zwischen geparkt.

Nach dem Gottesdienst hatte ich auch noch eine nette Begegnung mit Siegfried Fischer, der hier an dieser Kirche seinen aktiven Dienst nach seinen Jahren in Reutlingen als CVJM Sekretär beendet hatte. Er hatte ja bei uns die Kanuarbeit in den CVJM eingeführt.

Danach waren die Gottesdienstbesucher ins neue Schloss eingeladen zum Empfang mit Staatsminister Lucha. Nach einigen Ansprachen von Lucha, Bischof July und Präsidentin Füllkrug-Weitzel und Herr Kaufmann  gab es ein sehr ansprechendes Büffet. Marco Gohl war auch schon im Gottesdienst und hat nachher zu mir gefunden. Ein langes intensives Wochenende der Vorbereitung des Gottesdienstes mit Einzelproben und Hauptprobe zeigte, wie aufwendig doch ein Fernsehgottesdienst ist. Wenn 7 Kameras und entsprechende Teams mit Ton und Licht und verschiedenen Sprechern beteiligt sind. Dennoch war es eine reiche Erfahrung.  Schön dass ich mitmachen durfte

Günther Digel

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