Machen wir ´ne Herrentour…

Am 27. Juli sollte es wahr werden: Nach intensiver Abstimmung, Planung und Vorbereitung machten sich 9 Männer frühmorgens  in einem VW Bus auf ins Montafon, um die neue Reutlinger Hütte zu erklimmen.

Nach kurzem Aufstieg auf die Nenzigast Alpe legten wir dort zuerst eine Rast ein, zur Stärkung und Versorgung unserer Körper mit ausreichend Flüssigkeit und festen Nährstoffen.

Bis dahin war alles Kinderfasching. Dann begann der eigentliche Aufstieg…
Über 1000 Hm aufwärts, 3,75h Anstrengung (manche waren schneller) und enge verschlungene Pfade, teilweise am Abgrund entlang, waren der Preis, den die wackeren Wanderer zahlen mußten, um ein ruhiges und entspanntes Wochenende weit abseits jeglicher menschlicher Behausung verbringen zu können.
Glücklich und gesund oben angekommen, ging es zuerst daran, die Hütte einzurichten, Holz zu hacken, den Herd anzuheizen und Vorbereitungen für das erste Essen zu treffen.

Nach und nach trafen noch andere Wanderer ein, die ebenfalls auf der Hütte übernachten wollten.

Dann war es Nacht. Wunderschön der Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung, wunderschön die absolute Ruhe ohne Straßenlärm, wunderschön die Gemeinschaft auf der Hütte.

Am nächsten Morgen freuten wir uns riesig auf Rührei mit Speck für 9 hungrige Männer. Die Zutaten dazu, wie auch das meiste für die restlichen Tage, hatten wir am Tag vorher mit im Gepäck.

Nach Abwasch, Katzenwäsche und Wanderfertigmachen zog es uns auf einen der Gipfel in der näheren Umgebung. Leider war uns das Wetter nicht wohlgesonnen. Ein plötzlich auftauchendes Gewitter mit Graupelschauer beendete jäh unsere Bemühungen. Wir mussten umkehren, um im Schnellschritt zurück zu Hütte zu kommen, die wir leicht durchnässt erreichten. Etwas später am Tag versuchten es dann einige nochmal und errichten bei deutlich besserem Wetter diesmal den Gipfel.
Die anderen genossen in der Zwischenzeit die Ruhe sowie die gesunde Höhenluft.

Nach Abendessen mit leckeren Spaghetti Carbonara begann der gemütliche Teil. Zum Glück gab es auf der Hütte eine Gitarre, die zum Spielen und Singen einlud.

Am nächsten Tag „versorgten“ wir noch die restlichen Eier, Speck und was sonst noch so da war und machten uns glücklich und traurig zugleich wieder auf den Abstieg.

Es ist doch ziemlich bemerkenswert, wie unterschiedlich schnell man die über 1000 Hm zurücklegen kann – es ist alles nur eine Frage der richtigen Richtung.

Abschließende Einkehr auf der Nenzigast Alpe, Trinken, Essen und Abstieg zum Auto.

Nach so intensivem Ausdauersport mußten unsere Körper gepflegt werden. Vor allem mußte der Flüssigkeitshaushalt wieder auf Vordermann gebracht werden. Dafür hatten wir bereits vorgesorgt. Im Bus warteten ausreichend und durch die kalte Nacht auch gut gekühlte, leicht hopfige isotonische Getränke auf uns. Nur der Fahrer mußte sich mit wirklich gesunden Getränken zufrieden geben.

Fazit: Es war eine grandiose Wanderung auf eine hervorragend gepflegte Hütte abseits jeglicher Zivilisation. Markus ist ein Meisterkoch und: „über allen Wipfeln ist Ruh…“

Bleibt noch anzumerken, daß die Heimfahrt ohne jegliche Zwischenfälle mit einer kleinen Schnapspause an einem Bauernhof abgelaufen ist. In RT angekommen, kehrten wir noch zu einem Abschlußabendessen im Rosengarten ein.

Mal sehen, was nächsten Jahr ansteht – wir halten Euch informiert.

Frank

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