Liebes Tagebuch

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Heute war ein unglaublich cooler Tag. Doch ganz von Anfang: Ich bin aufgestanden. Zu einer Unzeit. Rate mal, wie viel Uhr es war, als mein Handywecker klingelte… 6 Uhr! Aber zum Glück hatte ich Wincent Weiß als Weckton. Ach, da kann man sogar so eine schrecklich frühe Zeit überleben. Nachdem ich das Lied natürlich auf voller Lautstärke zu Ende gehört habe, bin ich aufgestanden und habe erstmal gefrühstückt. Mama war so lieb und hatte es mir am Vortag schon gerichtet. (Danke Mama, du bist die Beste ♥). Ich ging schnell zu meinem großen Bruder ins Zimmer. Papa meinte nämlich gestern Abend, er soll mich zum Alberhaus fahren. Aber er war noch nicht aufgestanden und ich wollte unbedingt nicht zu spät kommen. Weil ich weiß, dass mein Bruder morgens immer so doof gelaunt ist, warf ich ihm einfach meinen Handywecker ins Zimmer und verschwand ins Bad. Ich hatte mir ja noch nicht meine Zähne geputzt. Wenige Minuten später waren wir endlich bereit loszufahren, aber dann fiel mir noch ein, dass ich mein Essen gar nicht eingepackt hatte. Also lief ich schnell zurück ins Haus und holte meine Vesperbox, komischerweise sah sie schon wieder aus wie die von Juli. Als ich dann im Auto saß, fragte mein Bruder mich, ob ich meinen Neoprenzeug eingepackt hätte. Oh nein! Ich hätte es beinahe vergessen.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Nach leicht stressigen Autofahrt, mein Bruder war irgendwie noch schlechter gelaunt als sonst (mag er etwa Wincent Weiß nicht? Ich glaube, ich versuche es nächstes Mal mit One Direction, das ist mehr sein Zeitalter.), waren wir schließlich pünktlich um 06:57 Uhr am Alberhaus. Schon begrüßten mich überschwänglich alle meine Freunde. Nach mehr als einer Viertelstunde warten, waren dann alle da und wir konnten die Boote aufladen. Ich war voll glücklich, weil ich das gelbe coole Boot fahren durfte. Auch wenn ich mein Boot schon ausgewählt hatte, hatten sich Andere noch nicht entschieden. Scheinen wohl alle nicht so Morgenmenschen zu sein. Ich sag nur: Wincent Weiß ist der Beste! ♥
Naja, wir haben es dann doch losgeschafft. Im Transit saßen ganz viele Leute. Jaques ist super gefahren und wir haben Känguru-Chroniken gehört. Das Känguru ist ja schon witzig, aber ich habe da manche Sachen noch nicht ganz verstanden: Ich weiß ja, Nazis sind scheiße. Aber wer zum Geier ist eigentlich dieser Krapotke? Nach gefühlten zehn Minuten Fahrt (ich konnte es gar nicht erwarten, wieder in mein Boot zu steigen) waren wir dann da: In Hueningue, am Parc des Eaux-Vives. Den Namen habe ich extra gegoogelt, das kann ja sonst keiner richtig schreiben. Der Kanal ist super. Wir sind ganz am Anfang, noch bevor wir uns umgezogen haben, den Kanal abgelaufen. Da haben uns die Alten (einer war schon 26!!!) die einzelnen Stellen genauer erklärt. Die oberen Stellen sahen am Anfang echt fies aus. Aber nachdem Anne (redet die eigentlich immer so viel?) mit uns witzige Spiele gespielt hat, hatten wir das schon wieder ganz vergessen. Immer wieder begegneten uns die anderen Paddler, die überall auf dem Kanal unterwegs waren und motiviert trainierten. Wir dagegen waren zuerst nur am unteren Teil, weil wir da mehr üben konnten. Oh, da hat Janik auch das coole Spiel „Anne umfahren“ mit uns gespielt. Sie stand vorne im Kehrwasser (ruhige Stellen im Fluss, wo man sich ausruhen kann. Meistens hinter einem Stein) und wir versuchten sie umzuschmeißen. So sollten wir lernen, möglichst nahe am Stein anzufahren. Doch noch bevor wir das geschafft haben, warf Janik sie einfach so ins Wasser. Das war lustig. Sie freute sich auch, denn es war ziiiiemlich warm und eine Abkühlung wollten wir alle haben. Nach dem wir noch Kanten geübt haben, war es dann endlich soweit! Wir durften den ganzen Kanal paddeln. Zusammen mit Juli, der uns super vorfuhr, schafften wir es ohne einmal zu schwimmen, den ganzen Kanal zu meistern. Das war voll cool.
Dann gab es Mittagessen. Man, hatte ich einen Bärenhunger. Wir setzten uns in den Schatten und die anderen erzählten, was sie gemacht hatten. Alle hatten ganz viel trainiert und auch viel Spaß gehabt. Nach dem Mittagessen gingen wir wieder auf den Kanal, jetzt waren auch viel weniger fremde Paddler auf dem Kanal, sodass wir mehr Platz hatten. Nun konnten wir auch mit Lea, Jacques, Michi, Juli, Luis, Elisa, Merlin, Noemi, Maxi, Caro und Michael fahren. Gemeinsam war es noch besser. Wir haben es sogar geschafft ohne Paddel eine Seilfähre (von einer Seite zur anderen) zu fahren. Das war echt lustig.
Erschöpft ging es dann mit einem kleinen Abstecher zu einem Restaurant wieder nach Hause. Es war ein echt toller Tag. Mein Bruder holte mich dann wieder in Reutlingen ab, dieses Mal sah er deutlich glücklicher aus.
So, jetzt muss ich aber ins Bett, morgen geht ja schließlich die Schule wieder los. Da freue ich mich schon drauf. Und Donnerstag sehe ich ja die ganzen Leute schon wieder, da gehe ich nämlich in die Jugendgruppe. (18:30 Uhr im Alberhaus).

Viele Grüße,
Deine Janna

 

Anmerkung:
Autor: Anne und Janik
Danke auch noch an die Organisation, Lea und Maxi, ihr seid super!

 

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