Jacqueline, lass dein Haar herunter!

Bericht Kajak-Aufbaukurs

Es war einmal, vor nicht allzu langer Zeit, da begab sich eine Gruppe von sagenhaften 30 wackren Paddelrittern nach Häselgehr. Jene rüstigen Knappen, die sich vor zwei Wochen beim Grundkurs als würdig erwiesen hatten, bekamen nun die Chance, zum Ritter geschlagen zu werden. Tief im Königreich Tirol schlugen sich die Jungen und Mädchen tapfer gegen die eisigen Fluten des gletschergespeisten Lechs. Mit polyesterem Willen widerstanden sie sogar der Versuchung der Sirenen, auch dank unseres Minnesängers Fritzik, welcher lauter und schöner sang als jegliches bösartiges Geschöpf, das uns vom rechten Weg abbringen wollte. Darin wurde er von unserem Pfarrer (oder doch Schneider? oder doch Sklaventreiber?) bekräftigt. Die erste Gefahr war somit besiegt, doch es lag noch ein langer und beschwerlicher Weg vor ihnen. Die gemeingefährlichen Ungeheuer Skylla und Charybdis hatten es auf die bildhübschen Prinzesinnen Lady El und Lady Cel abgesehen, doch die Monster hatten ihre Rechnung ohne den tapferen Leibwächter, den jüngeren der beiden Terrorbrüder, Kohlhas und den befreundeten Veteranen-Paddelritter unter dem Wappen Fischer gemacht.

Gezeichnet, aber noch am Leben entkamen sie der Gefahr. So kochte Ollyvidus ein wahres Festmahl, an dem auch der Vorkoster Michel nichts auszusetzen hatte, und der Hofstaat feierte ein pompöses Fest. Während die Diener Lalula und der glückliche Rückkehrer aus Spanien das Geschirr wuschen, unterhielten die Hofnarren mit ihrem fänomenalen und von Witzen durchdrungenem Programm „Krapottke 2 und Hepperoriginal“ den Hofstaat. Königin Goldlocke, die ebenso lieb wie teuflisch sein kann, König Lauschtix, die Burgfräulein Hilbi und Lauri, die Philosophen Jörgus und Mattus sowie die befreundeten Ritter Timo von Musberg (vom Muße des Bergs oder doch die Muse des Bergs?) und Kalle vom Fuße der  Alb wurden köstlich unterhalten und entschieden, die Narren vorerst nicht durch süße kleine Kätzchen zu ersetzen.
Nach einer kurzen Nacht, schlug noch vor dem ersten Hahnenschrei, der blinde Zahlmeister Frère Jacques den Gong. Nach der letzten Etappe auf dem Lech kam die fast unmögliche Bewährungsprobe auf die jungen Knappen zu. Timon der Große, der ältere der beiden Terrorbrüder, von Beruf Leibwächter, deshalb auch erfahren im Retten unter diffizilen Bedingungen, leitete die Rettungsübung mit Wurfsack an. Den Erfolg der Knappen zweifelte keine blasse Seele mehr an und alle bestanden die letzte Prüfung mit Bravour, während sich Gastmusiker und Pilosoph im Kehrwasser versenkten.
Der Kutscher Munzel ließ die Peitsche knallen und fuhr uns geschwind zurück in die Heimat.
Und wenn sie sich nicht verfahren haben oder nochmal kurz ein Eis gegessen haben, dann grübeln sie immer noch über die genaue Zahl des Hofstaats, der Subjekt dieser 100 Prozent wahren Schilderung des Aufbaukurses am Lech ist.

Timo, MaFi und Matt

Recherche und Archiv: Bob Annedrews

Anmerkung der Ghostwriter: richtig geiler Kurs; motivierte Mitarbeiter, motivierte Teilnehmer, ab und zu motivierte Sonne, was will man mehr?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.