29. Osterwanderung Rottweil

Bei sehr schönem Wetter haben wir uns am Karfreitag zur 29. CVJM Osterwanderung in Göllsdorf am TSV Göllsdorfer Sportplatz getroffen. On dort sind wir in das sehr schöne Tal gelaufen und dem Rottweiler Naturlehrpfad bergan gefolgt. Am Weg entlang gab es einige alte, aber nicht geschnittene Bäume, und junge, die geschnitten waren. So liefen wir bis wir schließlich am Waldrand ankamen und einen schönen, aber leichten und langen, Anstieg angingen. Beim Gespräch untereinander kamen wir schnell voran, bis wir vom Primtal aus, einen abbiegenden, steil aufsteigenden Weg hoch gingen, um schließlich wieder eine Hochfläche zu erreichen. Bald schon sahen wir, leider bei bedecktem Himmel, den Flecken Feckenhausen, an dessen Ende unser angesagter Grillplatz lag. Dort packten alle ihre Esssachen aus. Manche saßen, manche mussten stehen, die Kinder waren fleißig an der Schaukel. Zum Essen hätte es schöner und weniger windig sein können. Aber dann zogen wir wieder los, auf einen langen, langsam abfallenden Weg. Unterwegs trafen wir einige Pferde und ihre Reiter auf dem Weg. Entlang des Weges blühte immer wieder der gelbe Huflattich. Nun kann wieder die Sonne, und unser Weg führte uns an den Rand des Primtales mit toller Sicht auf den Rottweiler Aufzugsturm. Ein Gipfelkreuz zeugte vom dem steilen Abstieg, also dürfte es nicht mehr weit sein bis zum Parkplatz und zum Kaffee. Die einen gingen den normalen Weg, die Kinder liefen querfeldein. Jana hatte ein Tuch verloren, also fuhr ich den Anfangsweg noch einmal ab. Schon an der ersten Verzweigung fanden wir den Schal. Dann ging es zum Kaffee. Es gab sehr große Kuchenstücke, sie schmeckten auch sehr gut. Anschließend fuhren wir in Kette zur Jugendherberge und checkten in unsere Zimmer ein. Abends, nach dem guten Fisch, gab es einen ersten Impuls zum Karfreitag und Ostern. Die Bergpredigt mit Blick auf Ostern war Thema von Karin Schmitz. Danach gab Frank das Ratespiel 1,2 oder 3 zum Besten mit sehr schönen Fragen, z. B.: Wieviele Betten hat die JuHe?  Danach saßen wir beisammen plauderten oder spielten. Gegen 22 Uhr gingen schon viele zu Bett.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gab es eine schöne Lesung von Dirk mit seiner Tochter Lea zum Vaterunser, wobei sie zu jeder Bitte die Frage stellte machst du das auch so? Jeder nahm sein Lunchpaket in den Rucksack und ein Getränk dazu. Dann konnte es losgehen. Wir starteten direkt an der JuHe. Zuerst ging es an der Edeka vorbei auf einem ansteigenden Weg entlang der Straße durch ein älteres Wohngebiet, links lag eine neuere Siedlung. Dann gingen wir eine zeitlang hoch oben entlang des Neckars, der tief unten dahinfloss. Der Weg führte hinunter ins Tal zur Neckaraue.. Auf der anderen Seite des Neckars ging es hoch in Richtung Ruine. Ziel sollte die Neckarburgruine sein. Man sieht sie sonst gar nicht, wenn man auf der Autobahn fährt, man wird nur auf die Neckarburg hingewiesen. Sie liegt etwa auf 550 m Höhe. in einer Neckarschleife. Sie wurde erstmals 793 erwähnt, aber 1379 bei einer kriegerischen Auseinandersetzung zerstört und sogar später teilweise abgebrochen. Dort machten wir Rast. Zwischen den Mauern sitzend vespern Manche, Andere standen auf dem höchsten Punkt und vespern dort. Eine gewaltige Burg muss sie gewesen sein, mit langer Tradition. Unser Weg führte uns wieder hinab zum Neckar, den wir über eine schöne stabile Brücke überquerten.Nebenan gab es ein kleines Flüsschen, das die Kinder zum Überspringen reizte und einige Zeit in Anspruch nahm. Wir wanderten auf einem Wiesenweg den Neckar entlang in das Tal hinein. Nach einer abermaligen Neckarquerung ging es auf einem schmalen Weg wieder steil den Berg hinauf.

Von weitem sah man schon eine Straßenbrücke und dann tauchte der Turm hinter einem der Brückenstreben auf, was so aussah als ob der Turm daraus erwachse. Bald erreichten wir wieder nach einem erneuten Anstieg die Bundesstraße. Eine Brücke führte uns erneut über das Neckartal. Auf der anderen Seite des Tals sahen wir eine liegende Plastik. Bald sah man auch die um den Turm entstandene Infrastruktur mit vielen Industriebetrieben und einem großen Parkplatz. Wir versammelten uns am Turm und dann ging es mit einem verglasten Aufzug rasend schnell hoch. Im Oktober 2014 Grundsteinlegung, im Februar erste Betonplatte in 31m Tiefe. Dann wuchs der Turm pro Tag um 3,6m und ist seit März 2018 in Betrieb. Und nun stehen wir auf 232 m auf der verglasten Aussichtsplattform. Ein toller Rundumblick über Rottweil und die weitere Umgebung, Alpensicht Fehlanzeige.

Ca. 1 Stunde verweilten wir oben und genauso schnell ging es wieder abwärts. Man konnte durch die Glasfaserschraubenumhüllung, die als Windbrecher dient, sogar in die Umgebung schauen. Dann ging es zur JuHe zurück. Dazu stiegen wir ins Neckartal hinab, an alten Steinbrüchen vorbei und wurden immer wieder von Autos gestört. Im Tal, eine alte Industriebrache, aber ein gut gepflegter Pfad in die Altstadt hoch. Müde aber zufrieden über das Gesehene kamen wir an der JuHe an. Manche machten noch einen kleinen Stadtrundgang, Andere ruhten sich aus. Irgendwann hörte man die Glocken läuten von der nahen Münsterkirche Nach dem Essen gab Frank zum Osterthema eine Andacht. Es ging um eine Flasche Bier. Dann saßen wir noch einige Zeit beisammen und redeten und spielten miteinander. Müde ging es dann ins Bett

Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück und Vesperfassen, Zimmer leeren, Müll weg tun. Eine kleine Osterrunde folgte. Manche hatten noch Zeit, den Gottesdienst zu besuchen. Dann ging es in Kolonne los ins Eschachtal zum Landgasthof Eckhof. Von dort geht die Wanderung linksseitig hoch, immer die Eschach im Blick. Manchmal wird der Weg sehr schwierig, sodass manche umkehrten. So kamen wir recht kurzweilig in dem kleinen Dorf an, wo wir nun allerdings bei leichtem Regen auf einem Parkplatz vesperten. Danach nahmen wir  auf der anderen Flußseite durch schönen Wald den Weg zurück zum Eckhof. Aber irgendwo im Wald  mussten wir vom geraden Weg abbiegen, um wieder ins Tal zurück zu kommen.

Im Ekchof wurde ausgeruht und gegessen und danach verabschiedeten wir uns und hoffen wieder aufs nächste Mal. Vielen Dank an die Familien Hanke, Schulz und Schmitz für die perfekte Vorbereitung.

Günther Digel

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.