Gedicht Ötz 2017

Samstag Morgen um halb sieben,
wurden keine müden Augen mehr gerieben.
Nein, sie hatten gar keine andere Wahl,
die wagemutigen Kanuten, die aufbrachen ins Ötztal.

Schon ging sie los die lange Fahrt,
doch die Wettervorhersage, die war hart.
Um ihn zu besänftigen, den Quälgeist,
tischten sie ihm wahre Geschichten auf, zumeist.

Zu Beginn gings auf die Imster Schlucht,
sie hatte bloß leider wenig Wucht.
Angekommen in Längenfeld,
wurde trotz verklemmter Stangen,
schnell die Jurte aufgestellt,
woraufhin wir paddelten ohne Bangen,
die obere Ötz ratz-fatz
bis zum Campingplatz.

Des Nachts sang schief und Krumm der Troubadix
und brachte die Götter zum weinen.
Doch ohne Gitarre wurde es nix
ihn mit unserem Gesang zu übertönen, wie wir meinen.

Warm oder kalt? Therme oder Ötz? Diese Frage forderte eine Entscheidung
„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“
Also trotzte mit Bikini, Wohnwagen, Neopren oder Trockenanzug dem  Sauwetter jedermann
trotzdem traten drei unserer Mitpaddler die Heimreise an.

Die folgende Nacht war bitterkalt,
so konnten uns auch keine Gedichte auf dem Schinkenpapier den Morgen versüßen,
denn erst  um zehn konnten wir die Sonne grüßen,
als sie hervortrat hinter Berggipfel und Wald.
Der Tag war gigantisch: Paddeln, Klettern und Wandern hielt uns auf Trab
und bei niedrigen Temperaturen wechselten sich Sonne und Wolken ab.

Aufgrund des zu Abend beginnenden Regens,
tauschten wir die frische Bergluft
gegen das Räucheraroma der Jurte, diesen unverwechselbaren Duft,
wo es das zweite Stiefelbier gab, MaFis Wanderschuhen wegen.

Beim Geräusch des Regens auf dem Jurtendach
verkrochen sich alle tiefer in ihren Schlafsäcken,
bis schließlich höchstpersönlich der GO kam um uns zu wecken
und Ruckzuck packte jeder sein Sach.

Auf gings zum Einstieg der Unteren
wo Michi uns liebenswürdigerweise shuttelte,
sodass sonst jeder noch einmal paddelte.
Vielleicht jedoch nicht das, was sich Juli und Kolja wünschten, die Munteren.

Michi, unserem GO und seinen Helfern Juli und Achim wollen wir danken,
fürs Organisieren, Wecken, Antreiben und Tanken.
Auch Andi Sommer für den Glühwein
von dem es reichlich gab, auch noch im Nachhinein.

Die Transit-Besatzung

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