CVJM-Volleyballtruppe

Auch in den Ferien 2017 aktiv

Das hätte man/frau sich nicht träumen lassen: Alle unsere Ferienaktivitäten wurden von feinem, nahezu trockenem Wetter gekrönt. Entsprechend unserem straffen „ Trainingsplan“ unternahmen die jeweils zu Hause gebliebenen Volleyballer/innen zu üblichem, bekanntem Mittwochstermin schöne Abendaktivitäten der besonderen Art. Als Auftakt des letzten Trainingstermins trafen wir uns auf der Spiegelwiese und wanderten auf teils unbekannten Schleichwegen an und auf die Achalm, um danach wieder dem warmen Schein des Lagerfeuers zu verfallen. Leider war bei bedecktem Himmel nicht einmal die sonst gut zu erkennende ISS zu sichten und mit später einsetzendem Regen zog es uns doch wieder nach Hause. Zum folgenden Termin trafen wir uns auf dem Minigolfplatz des Pfullinger Freibades, wo wir in zwei Gruppen dem Sport frönten, kleine Bälle auf schmalen Bahnen in gefühlt noch kleinere Löcher zu spielen . Leider ließ sich der Betreiber der Anlage nicht zu einer Ausweitung seiner Öffnungszeiten bewegen, so wurden, trotz raschem Spielfluss, die letzten Bahnen von uns nicht mehr bezwungen. Vorteil: alle waren Gewinner. Nach einer kurzen Findungsphase trafen schliesslich alle in der Sport-Gaststätte am Eierbach ein, um bei internationalen Speisen den Tag ausklingen zu lassen. Eine Woche später verhieß das angekündigte Gewitter nichts Gutes – zum vereinbarten Treff hörte es gerade so auf zu Schütten, dass ein kleines Häufchen es wagte einige Höhenmeter die Achalm emporzusteigen und den Sternenhimmel nach „Funkenflug“ abzusuchen. Ein laues Lüftchen trocknete die Grasflächen weitestgehend so gut ab, dass wir uns auf den Liegedecken großzügig ausbreiten konnten. Selbst Nachzügler fanden uns am geplanten Ausguck am Rappenplatz und mitgebrachtes Knabbergebäck und Selbstgebackenes mundete hervorragend zu manchem Trunk. Sodenn wurden doch einige wenige Sternschnuppen  von nicht mehr allen klar erkannt. Mit Mühe konnten vorbeiziehende Satelliten ausgemacht und von weithin sichtbaren Flugzeugen im Landeanflug unterschieden werden. Wieder eine Woche später sollte der vorangegangene „Trainingsabend“ um ein Vielfaches getoppt werden. Beste Aussicht und möglichst wenig Lichtverschmutzung versprachen wir uns auf den Pfullinger Wiesen. In Fahrgemeinschaften ging es vom „Böhmler“ über die Stuhlsteige zum Wanderparkplatz. Die kargen Wiesen waren gemäht und mit schwerem Gerät die ersten Fuhren Öhmd vom Bauern abgefahren, sodass wir bereits auf der Wanderung zum Aussichtspunkt Gailenberg unser Plätzchen zum Sternlegucken zwischen den duftenden Heuschwaden ausmachen konnten. In der Dämmerung  gustierten wir unsere Wegzehrung und schnell wurden noch einige Würste auf der Feuerstelle gebraten. Mit Einbruch der Nacht ließen sich markante Punkte und Gebäude in den tiefliegenden Landen ausmachen, so auch die allen bekannte „blaue Lagune“ (Aral-Tankstelle vor dem Pfullinger Tunnel). Bei hervorragender Fernsicht strahlten uns selbst noch die Lichter der Sportplätze aus dem weit entfernten Schurwald an. Aber wir wollten Sterne sehen – also zurück zu der Heuwiese – bei lauer Sommernacht. Auf Decken nebeneinander liegend, musste erst der Beschluss gefasst werden, dass nur die, von mindestens zwei Personen gesehene Himmelserscheinungen, als bestätigt gelten. Bei der Benennung einiger Sternbilder sollte uns dann doch ein sagenhaftes Gemeinschaftserlebnis ereilen. Alle besahen sich Cepheus und just in diesem Moment schoss eine Sternschnuppe durch das Sternbild. Atemberaubend zeigte sich eine weitere Sternschnuppe im Kampf ums Überleben. Fast vier Sekunden lang zog sie ihren Schweif aus südlicher Richtung weissglühend gen Norden wo sie schliesslich orangerot erlosch. Welch´ Dramaturgie! Unbestätigten Berichten zufolge hatte an diesem Abend der Grosse Wagen auch einige Fehlzündungen in Form von “Funkenflug“ .  Auf gleichem Weg und gemütlicher Nachtwanderung fanden wir durch die dunkelsten Waldstücke den Weg wieder zu den Fahrzeugen und jeder anschliessend auch nach Hause. Und noch Eins! Unsere Spielgelwiese war eine Woche später Treffpunkt für ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer. Gute Gespräche und ein wenig Gitarrenklänge verzauberten den Abend, wenngleich nun doch im halbstündigen Rhythmus Petrus einige Wassertropfen auf uns fallen ließ.  Trüholerädihö und Hulapalu! Schee war´s!!

Jürgen Schröter

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