Osterwanderung 2017

Bericht

Karfreitag (geschrieben von Karla):

Auch dieses Jahr fand wieder eine Osterwanderung unter der Führung von den Familien Hanke, Schmitz und Schulz statt. Diesmal verschlug es uns nach Baden-Baden in eine etwas ältere, aber noch gut intakte JuHe. Bevor wir jedoch unsere Zimmer beziehen konnten, stand noch eine kleine Wanderung bevor. Treffpunkt war auf einem Parkplatz neben dem berühmten Hotel „Bühlerhöhe“. Von dort aus führte uns die Wanderung entlang des Luchspfades. Es wurde also nicht nur gewandert, sondern man konnte sich noch parallel über diese interessante Wildkatze informieren. Ich denke der Pfad war sowohl für die kleinen Teilnehmer, als auch für die schon etwas älteren spannend. Leider konnten wir keinen echten Luchs sichten, aber der Pfad war mit tollen Holzfiguren und Bildern gestaltet. Zwischendurch machten wir natürlich wie immer eine Mittagspause. Anschließend gab es meiner Meinung noch ein Highlight. Und ich glaube, alle werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass der Vortrag von Moritz sehr spannend, informativ und für jeden verständlich war. Er erklärte uns, dass unsere Stelle für die Mittagspause ein Gebiet ist, wo damals der große Sturm „Lothar“ durchgezogen ist und sprach die Überlegungen der Förster für dieses Gebiet an, an deren Ende dann ein Waldgebiet entstand, dass nicht forstwirtschaftlich genutzt wird, sondern dass der natur überlassen wurde. So lernten wir nicht nur etwas über Luchse, sondern auch noch etwas über die Waldnutzung. Nach weiteren interessanten Stopps, sowohl an Luchs-Stationen sowie auch an umgestürzten Bäumen, gelangten wir nach einer tollen Wanderung schließlich wieder am Ausgangsparkplatz an. Jetzt hieß es für alle, ab ins Auto; nächstes Ziel: die JuHe!

Bald waren schon die Zimmer bezogen. Jeder, der wollte, konnte sich nochmal kurz frisch machen und dann gab es auch schon Abendessen, das meiner Meinung nach gut schmeckte. Danach folgte eine Ansprache von Rainer und später am Abend konnten wir uns noch einzeln bzw. in Gruppen in unserem Aufenthaltsraum beschäftigen. Natürlich durfte auch das fast schon traditionelle „1, 2 oder 3“-Spiel rund um Themen der Osterwanderung nicht fehlen.

Der Karfreitag mit seiner Wanderung, den tollen Vorträgen von Moritz und einem schön ausgeklungenen Abend war ein guter Start in die diesjährige Osterwanderung. 🙂

Samstag (geschrieben von Elisa):

Die Wanderung am Samstag war meiner Meinung nach das Highlight der diesjährigen Osterwanderung. Nachdem wir uns pünktlich mit den Neuankömmlingen, Oli und der Familie Nicolaus, getroffen hatten, wanderten wir los. Unser erstes Ziel war die Wolfsschlucht, die wir auf engen Wegen und vorbei an kleinen Wasserfällen durchquerten. Beeindruckend war dabei die Sage, die die Wolfsschlucht geprägt hatte. Danach wanderten wir eine gefühlte Ewigkeit bergauf. Doch oben angelangt waren wir uns sicher, „dass war es wert“. Dank des tollen Wetters, konnten wir eine traumhafte Aussicht genießen. Nach einer kurzen Pause, ging es weiter Richtung Burg Alt Eberstein. Dort angekommen erkundeten wir die Burg. Wir endeckten einen Turm, denn man zu unserem Glück hinaufsteigen konnte. So liefen wir die knapp 40 Stufen hinauf, nur um einen zweiten gigantischen Ausblick genießen zu können. Nach einer kurzen Stärkung, kamen wir dann auch schon zu dem spannendsten Teil der Wanderung. Wir kletterten an steilen Kletterfelsen hinauf zu der Burg Hohenbaden. An den Kletterfelsen hielten wir uns lange Zeit auf, da man mal wieder einen tollen Ausblick hatte. Besonders den Kleinen gefiel dies, denn sie kletterten auf jeden Felsen, nur um hinab in die Tiefe schauen zu können. Und wer etwas mutiger war, legte sich auf den Bauch mit dem Kopf über die Felsen, um in die Tiefe mit eigenen Augen sehen zu können. Nachdem wir uns dann schweren Herzen von den Felsen trennen mussten, ging es weiter zu der Burg Hohenbaden. Als wir ankamen erkundeten wir alle Ecken. Durch den leichten Wind, der am Nachmittag wehte, endeckten einige eine Windharfe. Es war beeindruckend, da die meisten von uns noch nie eine Windharfe gesehen hatten. Jedoch war die Melodie auch ein bisschen gruselig. Auch diese Burg hatte einen hohen Turm. So konnten wir es uns nicht entgehen lassen, auch diesen zu besteigen. Oben angekommen wurden wir wieder mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Der eine oder andere meinte sogar, dass man ganz am Horizont das Elsass sehen würde. Bevor wir die Heimfahrenden verabschiedet haben, wurden wir noch mit Kaffee und leckerem Kuchen belohnt.

 

Kaum hatte man sich am Freitag begrüßt, war es auch schon wieder Sonntag. Wie immer am letzten Tag war der Morgen geprägt vom hektischen Koffer packen, Zimmer säubern, Frühstücken und Getränke bezahlen. Einen kleinen Ruhepunkt bot dann, kurz bevor wir zu unserer letzten Wanderung aufbrachen, die Andacht.

Die Wanderung am Sonntag war eine kleine, schnuckelige Osterwanderungsendwanderung. Nach einem kräftigen Anstieg, lagen fünf gemütliche Kilometer auf dem Gernsbacher Sagenweg vor uns.

Auch diese Strecke war voll von herrlichen Aussichtspunkten mit so schönen Namen wie „Engelskanzel“, „Luisenruhe“ oder „Grafensprung“.

Wettermäßig hatten wir die drei Tage viel Glück. Zwar war es mitunter recht frisch, aber doch trocken und zeitweise auch schön sonnig. Nur in den letzten 20 Minuten der Sonntagswanderung hat es geregnet. War aber nicht so schlimm, da wir zu dem Zeitpunkt größtenteils unter Bäumen unterwegs waren.

Als wir am Ende wieder an unseren Fahrzeugen waren, hieß es jammervoll Abschied nehmen. Mit im Gepäck nach Hause hatte jeder von uns Erinnerungen an eine tolle Oderwanderung, an eine schöne Gemeinschaft, an unglaubliche Aussichten, an viel Zeit zum Austausch mit allen Teilnehmern und den Wunsch, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Herzlichen Dank an das Orga-Team für die Vorbereitung und Durchführung sowie an Heike für die schöne Osterdeko am Sonntag und dem „Bausatz für ein Osternest“.

Wir sehen uns dann wieder auf der OW 2018!

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